Der Granatapfel ist für mich die schönste und leckerste Frucht. Sie trägt dieses wunderbare Krönchen auf ihrem Haupt und wurde Teil meines Logos, weil sie für mich der Inbegriff der ganzheitlichen Frauenheilkunde ist.
Ich genehmige mir via Crowdfarming in der kalten Jahreszeit meine monatliche Kiste rubinroter Granatäpfel. Die Frucht mit den tausend Kernen gilt als Aphrodisiakum, steckt voller Antioxidantien und Vitalstoffe für die Frau.. Das ist wohl auch der Grund, warum niemand im Garten Eden diese verjüngende und betörende Ambrosia essen durfte.
Granatapfel heißt auf Lateinisch Punica granatum, Anar auf Paschtu, Gulnar auf Arabisch, Nar auf Türkisch sowie Dadima auf Sanskrit. Ursprünglich aus dem Iran kommend finden wir ihn unter anderem auch in Indien, Afghanistan, Russland, Georgien und Südeuropa, wo er schon lange innerhalb der Volksmedizin verwendet wird. Im Ayurveda ist der süße (und nicht der süß-saure oder saure) Granatapfel ein wunderbares Mittel bei Hitzewallungen, Eisenmangel, Entzündungen, starken Blutungen, Durchfall, Nachtschweiß und Schleimabsonderungen. Der süße Granatapfel hat die seltene Eigenschaft, dass er alle drei doshas balanciert, d.h. er harmonisiert den Organismus und gibt ihm Energie.
Die Fruchtkerne enthalten neben Eisen, B-Vitaminen und Mineralien auch Phytoöstrogene, die sich sowohl innerlich als auch äußerlich für eine intensive Vitalisierungskur eignen. Mit dem Spruch „An apple a day keeps the doctor away” war bestimmt der Granatapfel gemeint. Was für eine Alltagsmeditation ist es, diese wunderschöne Frucht zu betrachten, sie aufzubrechen und in aller Ruhe ihre glänzenden roten Kerne zu essen.
Granatapfel ist für alle Gestressten ein Immunbooster mit herzstärkender, blutdrucksenkender und blutaufbauender Wirkung. Er hilft auch bei Fieber, chronischer Bronchitis, Reizdarmsymptomatik und Entzündungen des Verdauungstraktes, ist aber aufgrund seiner Gerbstoffe bei Verstopfung eher nicht empfehlenswert.
Zur Zeit verwende ich zwar ein wunderbares Hagebuttenöl für mein Gesicht, bin aber auch ein absoluter Fan des Granatapfelkernöls als Nährstoffbombe und Feuchtigkeitsbooster bei reifer und trockener Haut. Der rubinrote Saft und das kostbare Öl der Kerne wirken zellerneuernd, antipxidativ und regen die Kollagenproduktion der Haut an, die für einen frischen und straffen Teint sorgen.
Neben dem Fruchtfleisch und Samenöl, sind auch die Fruchtschale und die Blätter medizinisch wirksam. So gilt ein Extrakt aus Granatapfelblättern als vielversprechende Arznei bei Adipositas und erhöhten Blutfetten, während pulverisierte Granatapfelschale im Ayurveda bei Durchfall und starken Blutungen eingesetzt wird.
Wusstest Du übrigens, dass der türkische Bulgursalat Kisir deswegen so superlecker schmeckt, weil er mit Granatapfelsirup zubereitet wird. Ein Geheimnis, das mir eine Freundin einst verriet. Aber auch Rucolasalat mit Granatapfelkernen ist ein cooler Tipp, den vor allem pitta-Konstitutionen mit viel innerer Hitze lieben werden. Der süße Geschmack des Granatapfels und der bittere des Rucola vertreiben nämlich Hitze und Wut.
In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Start in den Herbst. Und wenn Du magst, dann abonniere doch meinen Newsletter, der Dich regelmäßig mit spannenden Blogartikeln & Praxis-News versorgt