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Online-Mentoring für Mentale Balance & Prävention bei Erschöpfung | FLOW O VEDA by Eva Maack, Ayurvedamedizinerin M.Sc.

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Hüte Dein inneres Feuer!

November 16, 2021 Eva Maack
©Foto von pixabay

“Feuer ist das Element, auf das wir am empfindlichsten reagieren. Feuer schafft eine Atmosphäre der Kommunikation und Empfänglichkeit, um Begrenzungen zu überwinden und eine andere Dimension zu berühren, die auch als das Göttliche, Gott oder die Quelle der Schöpfung bezeichnet werden kann.“ (Sadhguru)

Welche magische Energie ist es, die uns antreibt und auch in widrigen Situationen weitermachen lässt? Was lässt uns denken, begeistert sein und lieben? Welche Kraft sorgt dafür, dass wir aus körperfremden Stoffen, körpereigenes Gewebe, Enzyme, Hormone, Proteine etc. herstellen. Es ist aus ayurvedischer Sicht unser inneres Feuer, auf Sanskrit auch tejas, agni, tapas oder kaya genannt.

Dieses Feuer sitzt in jeder Zelle

Feuer ist im Ayurveda als Stoffwechselprinzip bekannt und wird auch pitta (= Sanskrit, Galle) bezeichnet,, das aus den Elementen Feuer und Wasser zusammengesetzt ist. Es handelt sich um eine leicht ölige, flüssige, scharfe, saure, durchdringende und heiße Substanz bzw. Bioenergie, die in Magen und Dünndarm in Form von Magensäure, Gallenflüssigkeit und Verdauungsenzymen ihre Hauptaktivität entwickelt. Pitta baut Körperfremdes in Körpereigenes um und trennt Verwertbares vom Abfall. Wir finden diese transformative Energie aber auch im Geist, in den Mitochondrien unserer Zellen sowie im Hormon- oder Immunsystem. Entsprechend der Ayurvedalehre hat das pitta fünf Hauptsitze in unserem Körper:

1.     Im Geist und Herz (sadhaka-pitta) 2.     Ihn den Augen (alochaka pitta) 3.     In der Leber und im Blut (ranjaka pitta) 4.     In der Haut (bhrajaka pitta) 5.    Im Dünndarm (pachaka pitta)

Sprechen wir speziell vom Stoffwechselfeuer, meinen wir das agni, das Materie letztendlich in feinstoffliche Energie verwandelt. Es gibt im Ayurveda dreizehn Formen von agni. Das Hauptfeuer ist das Verdauungsfeuer (jatharagni), das im Gastrointestinaltrakt den Speisebrei in die fünf Elemente aufspaltet, die in Form von Nährstoffen ins Blut gelangen, dann in der Leber mithilfe der Elementefeuer (bhutagni) in körpereigene Bausteine und durch die sieben Gewebefeuer (dhatvagni) in Körpergewebe umgewandelt werden.

Ein gleichmäßiges Stoffwechselfeuer (samagni) auf allen Ebenen führt zum Aufbau eines intakten Immunsystems, zu psychischer Gesundheit und körperlichem Wohlgefühl. Ist das agni zu langsam (mandagni), zu unregelmäßig (vishamagi) oder zu stark (tikshagni), führt das unweigerlich zu gesundheitlichen Problemen. Die Ursache der meisten Erkrankungen liegt nämlich in einer Dysbalance unseres agnis, dessen Behandlung innerhalb der Ayurvedamedizin eine wesentliche Rolle zukommt. Die ayurvedische Disziplin der Inneren Medizin heißt auf Sanskrit deswegen kayachikitsa= Das Feuer (kaya) behandeln (chikitsa).

Feuer steuert unsere Psyche und Hormone

In der yogischen Lehre Patanjalis gibt es den Begriff tapas (= Sanskrit, Verbrennen), der etymologisch wohl mit dem Begriff pitta zusammenhängt, aber im Gegensatz zum Stoffwechselfeuer eher das schöpferische Prinzip und bewusstseinserweiternde Transformationspotential des Feuers meint. Es ist der tiefe innere Antrieb, der uns jeden Tag aufstehen und aktiv werden lässt. Tapas gilt als Grundlage des Lebens und des Yoga, wozu stetige Praxis (abhyasa), Selbstreflexion (svadhyaya) und Meditation (dhyana, dharana und samadhi) gehören.

Der spirituelle Gelehrte Sadhguru benennt zusätzlich zwei weitere agnis, das Feuer des Bewusstseins (chittagni) und das universelle Feuer (sarvagni). Chittagni ist unser geistiges Feuer, das uns mit einem Bedürfnis nach Transzendenz ausstattet. Ist es schwach, verschlechtern sich auch der Intellekt und unsere geistigen Fähigkeiten. Sarvagni ist dagegen das universelle Feuer, immateriell und göttlich, vergleichbar mit der Sonne, die alles durchdringt und transformiert und mit welchem wir uns jederzeit verbinden können.

Eine sublime Form des Pitta zeigt sich in der Tätigkeit unserer Hormondrüsen, die alle wesentlichen Stoffwechselprozesse im Organismus steuern und mit den sieben feinstofflichen Energiezentren (Chakren) verbunden sind. Die im Kronenchakra (sahasrara) gelegene Epiphyse oder Zirbeldrüse steuert über das Melatonin den inneren Rhythmus. Hier ist auch das Zentrum unserer inneren Weisheit (buddhi). Verlassen wir unsere inneren Weisheit und damit auch unseren inneren Rhythmus, führt das auf Dauer zu innerem Chaos und Disharmonie. Von daher ist ein regelmäßiger Schlaf unabdingbar, um gut mit unserer inneren Weisheit und unserem Feuer verbunden zu sein.

Die Hypophyse liegt direkt im Stirnchakra (ajna), dem Bereich des “dritten Auges”, das als Tor zur Intuition gilt. Ein Handeln gegen unsere Intuition und innere Weisheit blockiert diese beiden wichtigen hormonellen Schaltzentralen und kann zu Erschöpfungszuständen und Dysbalancen im hormonellen Regelkreis sorgen.

Eine Station tiefer im Kehlkopf-Chakra (vishuddha) befindet sich unsere Schilddrüse, die alle Wachstums- und Stoffwechselprozesse steuert. Sie ist in der Nähe des Kehlkopfes lokalisiert und wird durch klare und ehrliche Kommunikation gestärkt. Wer seine innere Wahrheit und die eigenen Gefühle zurückhält bzw. “herunterschluckt”, kann dadurch Schilddrüse und Kehlkopf gleichermaßen in Mitleidenschaft ziehen. Die weniger bekannte Thymusdrüse mitten im Herzchakra (anahata) beschützt als Teil unseres Immunsystems unsere Lebenskraft (=Thymos, altgriechisch),unser Herz (hridaya) und damit auch unseren Geist (manas).

Oberhalb des Bauchnabels im Nabelchakra (manipura) liegt die Bauchspeicheldrüse, die die Verdauung sowie den Blutzuckerspiegel reguliert und damit die Energieversorgung der Zellen gewährleistet. Sie sitzt inmitten eines mächtigen Energiezentrum, dem Solarplexus, welches unser Ego, Selbstbewusstsein und unseren Mut nährt. Atemübungen (pranayama), Yoga, Bitterstoffe und eine konstitutionsgerechte Ernährung stärken hier die Energie, wenn wir unter mangelndem Selbstwert und Mutlosigkeit leiden.

Unterhalb des Bauchnabels finden wir das Sakralchakra (swadhisthana), das mit den Ovarien/Hoden, unserer Sexualität und Fruchtbarkeit in Verbindung steht. Zu viel Pitta in diesem Bereich kann zu hormonellen Störungen und Unfruchtbarkeit führen. Im untersten Chakra, dem Wurzelchakra (muladhara) geht es dagegen vor allem um unsere Existenz und unser Urvertrauen. Hier befinden sich die Nebennieren, die Stress- und Glückshormone produzieren und damit einen starken Einfluss auf unser Lebensgefühl haben. Eine Schwächung der Nebennieren durch existentielle Ängste bewirken Mangel an ojas (=Sanskrit, Vitalessenz) und damit an Widerstandskraft.

Hüte Dein Feuer so gut Du kannst.

Eigentlich ist in der kalten Jahreszeit das agni stärker als im Sommer, da der Stoffwechsel aufgrund der äußeren Kälte mehr “heizen” muss. Wer jetzt trotzdem viel friert und seine Nahrung nicht gut verdaut, hat definitiv ein zu schwaches agni . Dann solltest Du fasten, tanzen, warme Suppen und Gewürze essen, viel Sex haben, Sport machen, Dich in die Badewanne oder Sauna legen, heißen Tee und nach dem Essen einen Espresso trinken, um Beschwerden wie Antriebslosigkeit, Trägheit, Blähungen, Verstopfung und Schwäche zu vermeiden.

Ein zu starkes agni kann sich durch heftigen Hunger, Gewichtsabnahme, Wut, Sodbrennen, Hautausschläge, Entzündungen, Fieber, Blutungen und Hitzewallungen zeigen. Hier helfen bittere Kräuter, Hülsenfrüchte, Kohl, Reis, grüne Gemüse, süßes Obst, Ghee und Meditation.. Auf Alkohol, Reizüberflutung, Leistungssport, Arbeitsstress, Kaffee, Säure und Schärfe sollte hier unbedingt verzichtet werden, um Geschwüre, Burnout, Bluthochdruck und Gicht zu vermeiden.

Der ausgeglichene Pitta-Typ ist klar, ehrgeizig, strukturiert, organisiert und häufig in selbständigen Berufen und Führungspositionen zu finden. Ist er unausgeglichen, neigt er zu Hitzköpfigkeit, Konkurrenzstreben und Perfektionismus. Ein übermäßiges pitta kann bei mangelnder Achtsamkeit und Demut daher den Charakter verändern und rajas (Anhaften) erzeugen. Individuelle Errungenschaften wie gesellschaftlicher Status, Macht und Geld können dann in Geiz, Gier, Stolz und Neid umschlagen. Das erschwert die spirituelle Entwicklung und das innere Glücksempfinden. Eine wesentliche Therapie ist hier das uneigennützige Handeln (karma yoga), das Spielen mit Kindern und der meditative Rückzug.

Eine einfache Methode das innere Feuer zu hüten ist, gut auf das eigene Hungergefühl zu achten und nur zu essen, wenn wirklich Appetit da ist. Anderseits können Heißhungerattacken auf das Vorhandensein von zu starkem agni oder Toxinen (ama) hinweisen. Eine profunde Analyse Deines Gesundheitszustandes und Deiner Konstitution gibt hier Aufklärung, um dann mit passender Ernährung, Gewürzen und Empfehlungen loszulegen. Eine Ayurveda-Kur kann ebenfalls hilfreich sein, um das Verdauungsfeuer nachhaltig zu stärken, Altes loszulassen und Balance auf allen Ebenen zu schaffen.

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Quellen:

Sadhguru: The Fire  Element – 5 types of agni: https://isha.sadhguru.org/global/en/wisdom/article/fire-element-four-types-of-agni

Agrawal et al.: Physiological aspects of Agni, Ayu. 2010 Jul-Sep; 31(3): 395–398.

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Eva Maack, Ayurvedamedizinerin M.SC. & Heilpraktikerin

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